Jahresrückblick 2025: Richtungswechsel, Neurodivergenz und Begabung im Flow

Jahresrückblick 2025: Richtungswechsel, Neurodivergenz und Begabung im Flow

Dr. Hanna Steffen
von Dr. Hanna Steffen
06. Januar 2026

1. Was passiert, wenn du ausgetretene Pfade verlässt?

Wahrscheinlich kennst du diesen Moment: ein Teil in dir weiß längst, dass eine Veränderung ansteht. Vielleicht nicht, weil alles in deinem Leben "schlecht" ist, sondern weil dein Inneres mehr Raum einfordert und du diesen inneren Ruf nicht mehr ignorieren kannst oder willst.

2025 war für mich ein Jahr, in dem ich diesem Impuls endlich gefolgt und die ersten Schritte gegangen bin. Ich habe neu gegründet und begonnen, „Begabung im Flow“ aufzubauen. Unterwegs habe ich erlebt, wie mein eigener Weg entsteht, wenn ich entschlossen vertraute Pfade verlasse und aufhöre, mich an fremden Maßstäben auszurichten, in der Hoffnung, doch noch irgendwie dazuzugehören.

Die letzten Jahre waren voller Übergänge: aus einer bisherigen beruflichen Rolle als fachärztliche Psychotherapeutin in ein neues Wirken als Coach und Mentorin; von „Wo soll ich anfangen? Ich habe so viele Ideen und Möglichkeiten...“ in Richtung: „Ich lege eine neue Spur und der Weg wird sich beim Gehen finden.“ 

Neurodivergenz verstehe ich in diesem Kontext nicht als Etikett, sondern als Landkarte: Hochbegabung, Vielbegabung, Hochsensibilität und andere neurodivergente Phänomene aus dem Spektrum von ADHS  (Aufmerksamkeit und Impulse werden anders gesteuert) und Phänomenen des Autismusspektrums (ASS:  Wahrnehmung und Reizverarbeitung sind anders organisiert).  Mich hat dabei vor allem eine Frage beschäftigt: Wie können Menschen mit diesen Merkmalen und ihrer Wesensart, mich selbst eingeschlossen, nicht nur „funktionieren“, sondern privat wie beruflich stimmig leben und arbeiten? Und wie kann ich eine gute Wegbegleiterin für andere sein? 

Es ging um Weite trotz Struktur, um Neuorientierung und Ausrichtung und um das Vertrauen, dass echte Resonanz nicht erzwungen werden muss.

Dieser Rückblick soll kein Hochglanzbericht sein, auch wenn ich dieses Jahr als sehr reich erlebt habe und viel Dankbarkeit spüre. Er ist ein Innehalten an Wegmarken: von Entscheidungen, die etwas in Bewegung gebracht haben, von Lektionen, die ich mir nicht ausgesucht hätte und von der Freude darüber, was möglich wird, wenn man der eigenen Richtung treu bleibt. 

Vielleicht findest du darin auch Stellen, an der dein eigener innerer Kompass sich meldet und dein Herz höher schlägt?

Ein ausgetretener Wanderpfad in Griechenland

Neue Wege erkunden – denn "jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ (Hermann Hesse)

1.1. Der innere Kompass: von der Anpassung an äußere Maßstäbe hin zu mehr Verbundenheit mit uns selbst

Wir leben in einer Zeit voller Erklärungsmodelle. Die Definition von Normen, psychologische Konzepte, Diagnosen, wissenschaftliche Studien, spirituelle Deutungen - und auch all die Systeme, die seit Jahrhunderten versuchen, menschliches Erleben zu ordnen. Das alles kann hilfreich sein. Es kann benennen, beruhigen, Verständnis schaffen. Es kann sogar Orientierung geben, wenn innen gerade alles unübersichtlich ist.

Und zugleich beginnt etwas Wesentliches dort, wo wir beginnen, den Blick wieder mehr nach innen zu wenden: zu den Botschaften unseres Körpers, zum eigenen Erleben und Empfinden sowie den feinen, oft subtilen Signalen jenseits der Gedanken. 

Will ich das wirklich? Fühlt sich das stimmig an? Passt das zu mir?

Ein inneres Koordinatensystem widerspricht äußeren Landkarten nicht. Es setzt nur einen anderen Schwerpunkt: Es ordnet sie ein. Es nutzt sie als Angebote - und macht sie nicht mehr zum obersten Maßstab. Nicht die aktuellste Studie entscheidet, was sich für mich und dich stimmig anfühlt. Nicht ein Test, ein Konzept oder eine Rolle diktiert, wie du reagieren „müsstest“. Du beginnst, dein eigenes „Ja“ und „Nein“ wieder zu erkennen - nicht als willkürlichen Impuls, sondern aus einer inneren, verkörperten Klarheit heraus.

Und diese Klarheit entsteht selten allein durch Denken. Sie wird über den Körper zugänglich: über bewusste Entschleunigung, den Atem als Anker, das Hineinspüren in Kontexte, Erdung, Leben in natürlichen Rhythmen - und über gelebte Erfahrung, in der du dich selbst wieder wahrnimmst, statt dich unbewusst mehr oder weniger wohlwollend zu bewerten.

1.2. Begabung im Flow

Ich habe 2025 wieder einmal realisiert, wie zwingend notwendig dieser Orientierungspunkt ist - gerade dann, wenn im Außen vieles gleichzeitig in Bewegung ist. Und ich habe erlebt, wie ich mich von mir selber entferne, wenn ich die subtilen inneren Signale im Lärm von Informationsfluten, To-do-Listen und gut gemeinten Tipps von anderen übergehe. 

Aus diesem Verständnis heraus ist „Begabung im Flow“ organisch gewachsen: als ein Entwicklungsraum, in dem äußere Landkarten ihren Platz haben dürfen - und zugleich die Rückverbindung mit dem inneren Kompass wieder gestärkt wird. Nicht als Methode allein „über den Kopf“ oder durch unzählige Tools, sondern als ein Weg, der Menschen über die Harmonisierung von Denken, Fühlen und Handeln mit ihrem inneren Koordinatensystem rückverbindet, damit Entscheidungen nicht nur vernünftig wirken, sondern sich auch stimmig anfühlen.

Gelebte Neurodivergenz: Begabung im Flow

Kein Flow ohne Wandel: "Man steigt nie zweimal in den gleichen Bach." Heraklit

2. Meine Themen und Highlights in 2025

2.1 Endlich wieder selbständig - und ein neues Verständnis von „Sicherheit“

Lange dachte ich, dass ein Kassensitz so etwas wie eine berufliche Lebensversicherung ist. Doch in der Realität kann dieses Gefühl von Sicherheit auch eine Illusion sein. Denn die letzten Jahre haben mich noch einmal gelehrt: Sicher ist eine berufliche Existenz nur dann, wenn ein System zur eigenen Person passt - nicht nur auf dem Papier, sondern im gelebten Alltag.

Ein Teil meiner Neugründung war deshalb nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern ein innerer: basierend auf der Entscheidung, meinem eigenen Weg und Rhythmus zu folgen - dem, was mein Körper längst wusste und ich lange versucht hatte zu übergehen:  Es war eine zwingende Notwendigkeit geworden, weil meine Visionen, Werte, meine persönlichen Bedürfnisse und mein Arbeitsrhythmus nach einer anderen Form des Wirkens gerufen haben.

2.2 Vom Mut zur Sichtbarkeit und einem Wettbewerb ohne Rückenwind

Im November lag auf einmal wie gerufen bei uns im Arbeitszimmer eine Zeitschrift, in der ein attraktiver  Gründungswettbewerb beworben wurde. Ich entschied mich kurzerhand für die Teilnahme - und reichte meine Bewerbung in den letzten Minuten am 6. Januar 2025 ein.

Leider gab es gleich zu Beginn eine erste Ernüchterung. Mit meinem umfangreichen und sorgfältig ausgearbeiteten Konzept zum Thema „Coaching und Mentoring für Hoch- und Vielbegabte und bei Hochsensibilität" schied ich bereits in der ersten Runde aus - und auch das angekündigte Feedback blieb am Ende wenig aussagekräftig: "Eigentlich fehlt nichts... vielleicht mehr Skalierung (aber das sei ja im Coachingbereich nicht so einfach) oder KI- Einsatz?"

Möglicherweise ist ein Aspekt der fehlenden Resonanz auch dem folgenden Umstand "geschuldet": In Deutschland wurde Hochbegabtenförderung lange mit ungerechter Bevorzugung assoziiert, und der Begriff "Elite" galt historisch als suspekt. Diese Prägung schwingt neben einigen anderen Vorurteilen im öffentlichen Umgang mit Hochbegabung bis heute mit - während die Debatte in anderen Ländern teils anders geführt wird und die Förderung der mit Gaben reich Gesegneten üppiger ausfällt. Und neben dem erheblichen persönlichen Leid, das eine unzureichende Förderung häufig mit sich bringt:  können wir es uns angesichts der hohen Komplexität unseres Lebens als Gesellschaft leisten, so viel Potenzial ungenutzt und brach liegen zu lassen?

Dennoch und gerade deshalb sollte mich das nicht davon abhalten, unbeirrbar zu bleiben: Das Pitchdeck, welches ich mit so viel Sorgfalt und Freude gestaltet hatte, wurde zu einem tragfähigen Fundament. Wenn ich heute auf die Roadmap von damals schaue, staune ich, wie klar die Meilensteine schon angelegt waren. Ich bin ihr treu geblieben - und genau daraus ist im Laufe der nächsten Monate „Begabung im Flow“ gewachsen. Und vieles von dem, was ich für die Realisierung des Ganzen benötige, hat sich unterwegs tatsächlich fast beiläufig vor mir aufgetan: Informationen, Kurse, Kontakte...

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"Wenn ein Mensch nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, ist kein Wind der richtige.“ (Seneca, Epistulae morales ad Lucilium, Brief 71,3)

Und vielleicht ist das die wichtigste Lernerfahrung, die ich daraus mitnehme: „Dem Gehenden schiebt sich der Boden unter die Füße.“ (Martin Walser). Der Weg entsteht erst im Gehen. Auch wenn die Vision und die innere Gewissheit, dass sie manifest wird, schon da ist, lässt sich der Verlauf nicht vollständig vorausdenken. Man kennt noch nicht die ganze Strecke, manchmal nicht einmal die nächste Kurve. Und doch zeigt sich mit jedem Schritt ein Stück mehr: ein Kontakt, eine Idee, eine Möglichkeit, die vorher noch gar nicht sichtbar war.

Wir haben Einfluss darauf, wie wir unsere Aufmerksamkeit lenken und welchen nächsten Schritt wir wählen. Wir können uns ausrichten, Prioritäten setzen, offen bleiben für Möglichkeiten  und für das, was sich stimmig anfühlt. Aber wie sich die Dinge dann tatsächlich fügen - welche Türen sich öffnen, welche Umwege nötig werden, welche Begegnungen tragen - das entzieht sich zu einem großen Teil unserer Kontrolle. Genau darin liegt für mich die Magie und die Bedeutung von Hingabe: nicht alles perfekt zu planen oder ängstlich zu warten, sondern weiterzugehen, damit der ganze Plan mit jeder Wegstrecke etwas weiter enthüllt wird.

2.3 Eine Teamcoachingausbildung? Wozu das?

Im Juni 2024 habe ich mich bei  dem Anbieter Certycoach für die Teamcoaching-Ausbildung (für ausgebildete Coaches/ Therapeuten oder in Teamarbeit Erfahrene) angemeldet - noch ohne ganz genau zu wissen, wofür. Erst mit dem Beginn im Herbst und nach dem ersten Präsenzwochenende wurde der Sinn dahinter langsam deutlicher: Diese Ausbildungsgruppe mit 24 TeilnehmerInnen war außergewöhnlich offen und inspirierend: geballte Berufs- und Führungserfahrung, eine hohe Motivation, bemerkenswerte Reflexionsfähigkeit - und eine echte Bereitschaft, Neues nicht nur zu besprechen, sondern praktisch zu erproben. 

Interessant ist in diesem Kontext: Im sog. Big-Five-Modell (Big Five = fünf zentrale Persönlichkeitsdimensionen) ist genau diese Offenheit für neue Erfahrungen die Dimension, in der hochbegabte Menschen in der Forschung signifikant höhere Ausprägungen zeigen!

Auch aus eigener Betroffenheit heraus wurde mir klar, wie gut es neurodivergenten Menschen, die sich oft nicht ganz zugehörig und „irgendwie anders“ fühlen, tut, in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu wachsen: mit Resonanz, Spiegelung und einem Rahmen, der eine wohlwollende und authentische Entwicklung ermöglicht. Und dann war klar: die Arbeit mit und in Gruppen würde ein fester Bestandteil meiner künftigen Angebotspalette werden!

Heute sehe ich darin ein schönes Beispiel dafür, wie unser Inneres - unser Überbewusstsein und unsere Seele - den Weg oft schon kennen und uns entscheidende Informationen dank unseres Spürsinnes und unserer Intuition übermitteln, bevor der Verstand den größeren Sinnzusammenhang erfassen kann...

Ausblick über die Hotelterrasse im Lufthansahotel Seeheim-JugenheimPräsenzwochenenden im Hotel Seeheim: Ein weiter Horizont fördert Überblick und Klarheit im Prozess.

Und dann war da noch „Meta“ - eine kleine Hexe: viel mehr als nur ein Gag! Sie hat uns in den Lern- und Coachingprozessen freundlich und konsequent daran erinnert, immer wieder auf die Metaebene zu wechseln - wahrzunehmen, zu beobachten, zu reflektieren: Also möglichst gar nicht erst in den Autopilotmodus rutschen, sondern die Dynamiken im System sehen und bewusster und wirksamer in der Gruppe/ einem Team sein und begleiten!

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Nicht ohne Meta - damit zwischen Reiz und Reaktion ein Raum für Veränderung entsteht...

Supervision und Intervision zur Qualitätssicherung

Und nicht ohne die anderen "Rising Stars"!

Ein herzlicher Dank gilt in diesem Zusammenhang den "Rising Stars", meiner Teamcoaching-Peergroup, in der wir uns digital vernetzt von Rostock bis in die Südschweiz und nach Frankreich wöchentlich ausgetauscht und bei unseren Projekten gegenseitig beraten und unterstützt haben. Und wir tagen weiter, wenn auch in etwas größeren Abständen!„Nicht ohne Meta": damit aus unbewusstem Agieren wieder Wahlfreiheit im Handeln wird.

2.4 Im Mai wird "Begabung im Flow" lebendig: Die erste Gruppe am Start! 

Im Mai startete ich mit meiner ersten Pilotgruppe: sechs mutige Pionierinnen und zwei Pioniere machten sich auf den Weg, ihre innersten Werte und Visionen zu erkunden sowie ihre Kompetenzen in der Selbstführung und ihr Selbstwirksamkeitserleben zu stärken. Hochbegabung, Vielbegabung und Hochsensibilität bekamen den Raum, der ihnen gebührt - und auch Phänomene aus dem neurodivergenten Spektrum wie ADHS und ASS wurden in den Blick genommen.

Im Zentrum stand insbesondere die Gretchenfrage: Wie kann berufliches Leben wieder stimmig werden, wenn die bisherigen Formen nicht mehr passen? Und was braucht es, damit aus Funktionieren (oder nicht mehr funktionieren können) wieder lebendiges Arbeiten und Erschaffen wird? Manche waren müde aus Langeweile, andere erschöpft von Dauerstress bis hin zum Burnout, wieder andere rangen mit zermürbenden Konflikten, Frust, Überforderung, Zweifeln an Sinnhaftigkeit, oder ein ehemals erfolgreiches Business trug nicht mehr.

Wir arbeiteten in einem vielfältigen Format: Einzelgespräche, ein Workshoptag mit der Assistenz meiner Teamcoaching-Kollegin Katrin Schroeder, regelmäßige Gruppentreffen im Hybridformat, vernetzt von Rostock bis Hannover - in einem gemütlichen Raum, im Sommer sogar im Park. Hinzu kamen begleitende Module zur Selbstreflexion und Wissensvermittlung. 

Viele kreative Schreibstunden: Module, Posts...und ab 2026 auch Blogartikel!

Es wurde ausprobiert, sortiert, verworfen, neu entworfen - und manches alte Thema oder Muster wurde tief transformiert. Am Ende standen zahlreiche neue Perspektiven: eine veränderte Haltung im gleichen Beruf, manchmal ein klarer Neuanfang oder der erste Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Und es gab Aspekte, die ich vorher nicht hätte planen können: Ich habe in dieser Gruppe nicht nur gegeben. Neben vielen konstruktiven und positiven Rückmeldungen bekam ich etwas, das für mich von unschätzbarem Wert war: die Bestätigung, dass mein Konzept trägt - dass es aufgeht und funktioniert. Und darüber hinaus noch ein Geschenk, mit dem ich nicht gerechnet hatte...

2.5 Geben & Nehmen: Ein gemeinsamer Aufbruch ins CoCo- Frauen gründen -Programm

Eine Teilnehmerin meiner Pilotgruppe entdeckte das Programm CoCo- Frauen gründen und wir bewarben uns spontan zu viert. Wir wurden alle genommen. 

Ich liebe diese Dynamik: Wenn Menschen gemeinsam wachsen, entstehen Verbindungen und Möglichkeiten, die niemand alleine planen kann. Für mich war das ein Zeichen von stimmiger Resonanz - und zugleich eine sehr konkrete unerwartete Unterstützung auf meinem Weg: eingebunden in eine Gemeinschaft, mit gegenseitiger Ermutigung und dem Vertrauen, dass sich Schritte manchmal genau dann fügen, wenn die innere Ausrichtung stimmt, Offenheit für neue Erfahrungen da ist, und wir nicht verkrampft nach Lösungen suchen.

2.6 Sichtbarkeit & Lernen: Vom Konzept ins echte Leben

Über den Sommer und Herbst war ich intensiv beschäftigt: die Gruppe begleiten, Module weiter ausarbeiten, Erfahrungen sammeln - und gleichzeitig Sichtbarkeit aufbauen. Ich habe auf LinkedIn und Instagram und ferner auch bei Facebook Schritt für Schritt eine Community entstehen sehen.

Zeitweise fühlte es sich an wie ein Zweitstudium: so viele neue Dinge, so viele Ebenen - Inhalte, Technik, Struktur, Kommunikation und immer wieder nach innen gehen und die eigene Ausrichtung nachjustieren... 

Im Kontrast zu der Wettbewerbserfahrung habe ich seither etwas anderes erlebt: im Austausch über Hochbegabung, Vielbegabung sowie Leben und Arbeiten mit Neurodivergenz begegne ich fast durchweg Interesse, offenen Fragen und echter Resonanz. Eine vergleichbare Erfahrung wie dort ist mir seither nicht mehr begegnet.

Porträt von Dr. Hanna Steffen an Baum mit Kirschblüte. Foto: Sarah Gewerke

Sichtbarkeit? Oje...ich bin lieber hinter der Kamera als davor... dazu unten mehr! Foto: Sarah Gewecke

2.7 Co-working und Netzwerken: vor Ort, digital – und zwischendurch Natur

Ein weiterer wichtiger Faden in 2025 waren Netzwerke, die sich organisch entwickelt haben. Ich habe gemerkt, wie sehr es mich stärkt, nicht alles allein zu tragen, sondern mich mit Menschen zu verbinden, die ähnlich unterwegs sind - manchmal ganz praktisch in einem eigenen Gründungsprozess oder auf einer tieferen Ebene von Haltung und Verständnis.

Vor Ort in Hannover und dank der Aktivitäten von Hannoverimpuls sind neue Kontakte mit anderen GründerInnen und tragende Ideen entstanden, auch über Coworking und "zufällige" Begegnungen im Alltag. Gleichzeitig hat sich mein Netzwerk digital erweitert: über CoCo Frauengründen, über die Lounge Sisters und über Menschen, die an ähnlichen Themen arbeiten oder ähnliche Fragen bewegen, z. B. über LinkedIn oder Instagram. Bei den Lounge Sisters bekomme ich gerade eine sehr hilfreiche Anleitung, um einen Onlinekurs professionell aufzusetzen – Schritt für Schritt und mit einer guten Struktur.

Und bei all dem war für mich immer wieder die Natur ein nährender Ausgleich: weg vom Bildschirm, zurück in den Körper und raus an die frische Luft. Ich merke zunehmend: Mein produktivstes Denken, meine klarsten Entscheidungen und meine tragfähigsten Ideen formen sich, wenn Verbindung da ist - zu anderen Menschen und genauso in stillen Zeiten mit mir selbst.

Die Natur unterstützt uns dabei, vom Kopf in den Körper zu kommen.

Zwischen zwei Texten die Wintersonne genießen...

2.8 Der Weg ins World Wide Web

Ein eigenes Kapitel verdient die Entstehungsgeschichte der neuen Website. Wochenlang lag sie nach einer größeren Panne bei dem Versuch, sie auf Wordpress zu erstellen, von mir vorbereitet in Canva - gefühlt fast „fertig“, aber noch nicht wirklich geboren. Doch in dem Moment, in dem ich innerlich losließ, dass sie in diesem Jahr noch veröffentlicht wird, öffnete sich plötzlich und unerwartet endlich die entscheidende Tür.

Eine Woche vor Weihnachten migrierte die Seite in Siebenmeilenstiefeln noch geschwind vor dem Jahreswechsel in ihr neues Zuhause, bis es kurz darauf noch einmal einen echten Geburtsstillstand gab, weil die gesamte Plattform ausfiel. Ich konnte dennoch in gelassener Vorfreude spüren: Das Timing wird sich wunschgemäß sortieren. Das Leben vollzieht sich nun einmal im Wechsel zwischen Kontraktion und Expansion und lebt von Kontrasten. Diesen Kräften können wir nicht komplett entgehen!

Und tatsächlich: Am 21. Dezember um 17:00 Uhr, eine Stunde nach der Wintersonnenwende, war die Seite wieder erreichbar. Für mich war das noch einmal die Bestätigung einer bedeutenden Gesetzmäßigkeit: Nicht alles lässt sich erzwingen. Manches entsteht gerade dann, wenn durch einen Prozess des Loslassens bei einer weiterhin zuversichtlichen inneren Ausrichtung der Druck weicht...

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Und rechts im Bild? Die Erdkröte Leila, meine treue Begleiterin beim Empfangen und Erden von wichtigen Einsichten und kreativen Impulsen...

2.9. Rauhnachtsbegleitung: Ein Türchen, ein Begleitbuch, drei Begleitabende

Was passiert, wenn 24 motivierte Gründerinnen ihre Kompetenz in einem Adventskalender bündeln? Es entsteht etwas, das keine allein so kreieren könnte: ein Resonanzraum aus Vielfalt, Ermutigung und Unterstützung.

Der Impuls kam aus meinem Netzwerk bei CoCo - Frauen gründen. Eine "CoColina" hatte die Idee, einen gemeinsamen Adventskalender zu gestalten - 24 Gründerinnen, 24 Türchen- gebündelte Erfahrung, interessante Perspektiven und Praxistipps für fast alle Lebenslagen: von KI über Finanzanlagen für Frauen bis hin zu Tipps zur harmonischen Gestaltung des Festes aller Feste...

Mein Türchen war der 22. Dezember, nur einen Tag nach dem Website-Launch. Was für eine weitere wunderbare, ungeplante Fügung! Ich füllte es mit dem Rauhnächte-Begleitbüchlein - doch aus der Idee wurde noch mehr: der Wunsch, nicht nur ein PDF weiterzugeben, sondern einen Rahmen anzubieten, in dem sich das Erleben wirklich vertieft. So entstand die dreiteilige Rauhnachtsbegleitung: drei Online-Abende, die diese Lichtspur nach innen noch tiefer verfolgen - auch noch einmal am 11.1.26 um 19.30 Uhr.

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Die Rauhnächte: eine gute Zeit für eine innere Einkehr und Neuausrichtung

2.10 Noch mehr schöne und besondere Momente in 2025

Beim Durchsehen meiner Fotos aus 2025 habe ich etwas Unerwartetes gespürt: eine tiefe und körperlich intensiv spürbare Dankbarkeit. Erst in diesem stillen Rückblick konnte ich den Reichtum dieses Jahres noch einmal wirklich realisieren – nicht nur als einen Gedanken, sondern als reale Empfindung.

Für mich steckt darin auch eine wichtige Praxis: Das, was bereits da ist, zu würdigen – nicht nur das, was noch fehlt. Sonst rutscht der Blick schnell in einen Mangelmodus, selbst wenn im Außen vieles gelungen ist. Wertschätzung und echte Dankbarkeit verändern die innere „Schwingung“: Sie bringen Weite, machen präsent und lassen inneren Reichtum spürbar werden – auch dann, wenn im Außen noch nicht alles ganz "fertig" oder rund ist.

Vielleicht magst du die folgenden Bilder einfach auf dich wirken lassen – als kleine Sammlung von Momenten, die das Jahr für mich so reich und lebendig gemacht haben.

Ein Küstenabschnitt in Boltenhagen im Winter

Jahresbeginn: eine winterliche Wochenendreise nach Boltenhagen zur Vorbereitung einer Hochzeit

Dr. Hanna Steffen in der Hamburger Oper: Aufführung der Ballettinszenierung der Matthäus-Passion mit dem John Neumeier BallettKunst und Kultur: ein Ausflug nach Hamburg in die Oper zum John Neumeier-Ballett: nicht nur ein großer Künstler, sondern für mich persönlich auch ein Vorbild in seiner herzlichen und warmen Menschlichkeit

Ein abgesägter Baumstamm hält eine Postkarte des Miallion-Quartetts

Noch mehr Natur und Kultur ...

Ausblick über einen See im Allgäu

...auf einer Reise gen Süden zu Verwandten und einer Freundin ins Allgäu

Dr. Hanna Steffen am Strand

Wunderschöner Frühling auf der Halbinsel Sithonia, Nordgriechenland

Wanderung in den Bergen von Sithonia: ein Olivenhain

Und noch nicht zu heiß zum Wandern!

Portrait Dr. Hanna Steffen; Regeneration: den Blick im Sonnenuntergang über dem Golfplatz schweifen lassenSattes Grün im Sonnenuntergang über dem Golfplatz: hier kommt der Geist zur Ruhe.

Schatten von Menschen auf einem Golfplatz

Der Weg ist das Ziel: Eine gute mentale Ausrichtung und Vorbereitung ist die halbe Miete. Nach dem Platzreifekurs wurde das Üben zur liebsten Sonntagsbeschäftigung.

Genusspraxis: Die Sonne über dem Hafen von Stockholm, Spätnachmittag:

Ein echtes Highlight: Familienurlaub in Stockholm.

Gemeinschaft genießen: Mußezeit in der Herbstsonne auf einem BootsstegMußestunden auf einem Boot am Hafen.

Der Leuchtturm auf Wangerooge als Metapher für kompetente Leitung und FührungAlles im Wandel!? Seminarleitung auf Wangerooge als externe Referentin eines großen Fort- und Weiterbildungsinstitutes.

Dr. Hanna Steffen zu Besuch bei ihrer Mutter: Hochbegabung im Alter: auch ein hochbetagter Geist möchte noMeine Mutter und ich beim Texten für meine Webseite: auch ein hochbetagter Geist möchte noch gefordert werden...

Gelebte Hoch- und Vielbegabung: Dr. Hanna Steffen als Fotografin

Bei einer Vielbegabung und Neurodivergenz ist Abwechslung Trumpf: in eine andere Rolle schlüpfen...

Dr. Hanna Steffen: Freude am authentischen Selbstausdruck

...und hinterher Aufwärmen und Spaß haben beim Anschauen der Bilder.

Last but not least ein Foto vom Kaffeetrinken mit Freunden auf dem Marktplatz - etwas, das mittlerweile beinahe schon Tradition geworden ist:

Dienstagmittag im Zooviertel in Hannover, an der mobilen Ape Café Bar. Nicht spektakulär, und gerade deshalb umso kostbarer: Weil Alltag den größten Teil unseres Lebens ausmacht, ist es wertvoll, auch die kleinen schönen Momente bewusst zu würdigen und zu genießen: ein gutes Gespräch, ein vertrautes Lachen, ein kurzer Augenblick von Verbundenheit mitten im ganz normalen Tag. Für mich sind das Momente, die nähren - und dem Jahr auch noch im Rückblick seine Wärme geben.

Freundschaft zeigt sich oft nicht in großen Ereignissen, sondern in einer Tiefe ebenso wie in wiederkehrenden kleinen Momenten, die dennoch immer anders sind: Begegnungen, die frei werden, wenn sie nicht von Erwartungen überfrachtet sind. Ganz im Sinne von Camus:

"Now I know to ask less of them than they can give: a straightforward companionship." (Albert Camus)

Regeneration in Gesellschaft in der Mittagspause

Ein Ritual, das flexibel gehandhabt wird: immer wieder einmal dienstags...

3. 2025 im Rückblick:

3.1 Worauf bin ich 2025 "stolz"?

Auch wenn „stolz“ nicht mein erstes Wort ist: Ich bin sehr zufrieden mit  meinen Richtungswechsel - nicht als spontanen Impuls, sondern als konsequenten Schritt hin zu einem Arbeiten, das zu mir, meinen Werten und meinem inneren Ruf passt. 2025 hat mir gezeigt, dass Klarheit entsteht, wenn ich meinem inneren Kompass mehr Gewicht gebe als äußeren Erwartungen.

Und ich würdige, was daraus ganz praktisch geworden ist: die Begleitung einer Pilotgruppe, aus der heraus ein tragfähiges Konzept mit fundierten Inhalten entwickelt wurde - ein erprobtes Format - und die Erfahrung von Sinn stiftender Wirksamkeit. Ich habe Sichtbarkeit aufgebaut, trotz Hürden mittels Beharrlichkeit eine Website in die Welt gebracht und Netzwerke gefunden, die mich fachlich und menschlich stärken.

Kurz: 2025 war für mich ein Jahr, in dem aus meiner innerer Ausrichtung konkrete Schritte wurden.

3.2 Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

Rückblickend waren es vor allem Entscheidungen, die ich ohne Hadern und Zweifel getroffen habe und welche viel bewegt haben:

  • Mich für meinen eigenen Rhythmus zu entscheiden - und nicht länger gegen meine Werte und Bedürfnisse zu arbeiten.
  • In die Kompetenz zur Leitung von Gruppen zu investieren (Teamcoaching-Ausbildung) - noch bevor mir der Sinn dahinter vollständig klar war.
  • Früh im Prozess mit einer Pilotgruppe zu starten, statt auf den „perfekten“ Zeitpunkt zu warten.
  • Sichtbarkeit als Lernweg anzunehmen: "try and error", mit realen Erfahrungen statt reiner Theorie.
  • Mich in Netzwerken zu verbinden (lokal und digital) - und dadurch Inspiration, Struktur und Rückenwind zu bekommen.
  • In sinnvolle Kurs investieren (Launch Sisters, Kurs zur Erstellung eines Online-Kongresses, The Content Society als Blog-Boost.
  • Das Adventskalender-Türchen zu gestalten und daraus die Rauhnachtsbegleitung entstehen zu lassen.

3.3 Über Lektionen und Lernkurven in 2025: Selbstwirksamkeit statt Ohnmacht

Eine der zielführendsten Fragen in diesem Jahr war u. a. diese: Wo bekomme ich Rückenwind – und wo verausgabe ich mich an dem, was sich kaum bewegen lässt?“

Mein wichtigstes Learning daran: Den Wind kann ich nicht ändern - aber ich kann die Segel anders setzen. Und ich kann lernen, mich konsequenter dorthin auszurichten, wo es echte Resonanz gibt und konstruktive Bewegung entsteht.


Viermal der gleiche Stein in einem anderen Licht: Wie gefällt er dir am besten? Du hast die Wahl!

Der gleiche Stein vier mal im anderen Licht 2 tinified

Ein Labradorith - einer meiner Lieblingssteine: die "Realität"? Alles eine Frage der Perspektive...

Gerade wenn Systeme starr und schwer beweglich sind, ist die Versuchung groß, viel Energie in das zu geben, was sich kaum verändern lässt. Ich kenne das gut - und ich sehe es auch bei vielen Menschen, die mit hoher Sensibilität, Tiefe und Anspruch unterwegs sind: Man merkt sehr genau, was nicht passt - und richtet sich innerlich gelegentlich darauf aus, dass sich die äußeren Umstände ändern müssten. Wenn das ausbleibt, entsteht leicht das Gefühl von Stillstand und Ohnmacht - und nicht selten kippt es äußerlich in einen resignierten Rückzug oder einen Kampf: in Erklären, Überzeugen wollen, ein kraftraubendes sich Reiben an Strukturen.

Dazu gehört für mich inzwischen auch, Menschen dort zu lassen, wo sie mit ihrem Bewusstsein noch sind und vielleicht auch sein wollen oder noch nicht anders können. Nicht als resignierter Rückzug, sondern aus einer Klarheit heraus. Seit ich das beherzige, gerate ich seltener in diese alte Schleife, mich zu erklären oder zu kämpfen - und damit in der Ohnmacht zu landen. Stattdessen richte ich mich auf die Räume aus, in denen Resonanz möglich ist und Entwicklung wirklich stattfindet.

Und diese Haltung hat auch noch einen tieferen Hintergrund: Wiederholte fehlende Resonanz, Abwertungen oder Zurückweisungen prägen oft unmerklich, wie wir uns ausrichten - und sie können deshalb einer subtilen Form von Traumatisierung entsprechen. Umso wichtiger werden Neuorientierung, bis hin zur Reorientierungsreaktion: damit alte Schleifen enden und wieder echte Wahlfreiheit und Selbstwirksamkeit möglich werden.

3.4 Was lasse ich in 2025 zurück?

Ich begrabe den Stolperstein, der mir immer wieder einmal einflüstert, „es“ genüge noch nicht - oder ich müsse mich beeilen: Da wirkt tatsächlich noch eine alte, vermutlich sogar anteilig transgenerationale Prägung, die sich gelegentlich wie ein kleiner innerer Dämon aufführt - er schreibt lange To-do-Listen, auf denen für den Spaßfaktor keine Zeile mehr frei ist. Wenn ich ihn erwische, ziehe ich (mehr oder weniger sanft) an seinem Zügel, atme gründlich durch und gehe weiter in meinem Rhythmus. Ich habe mir die Bedingungen so gestaltet, dass Entwicklung die Zeit bekommen darf, die sie braucht. Denn daraus entsteht die Qualität, die ich weitergeben will.

Neurodivergenz und die Kunst der Entschleunigung: eine Schnecke auf einer weißen Beere

Langsam ist schneller, weniger ist mehr...

3.5 Mein 2025 in Zahlen

Diesen Punkt halte ich bewusst kurz. Zahlen laden schnell zum Vergleichen ein – und gerade als Gründerin sagen sie oft wenig über Tiefe  und die Qualität der Entwicklung aus. Deshalb hier nur ein Fun Fact:

Ich bin 56 Jahre alt und meine Berufstätigkeit begann vor 28 Jahren – das markiert genau die Hälfte meiner Lebenszeit und zugleich den Abschluss meines "ersten" Berufslebens; jetzt schreibe ich ein neues Kapitel und ich bin gespannt, wohin es mich noch führt...

4. Mein Ausblick auf 2026

4.1 Was ich 2026 anders mache

Weniger ist mehr - und ich setze auf Tiefe: statt viele Posts zu produzieren, bündele ich meine Energie in hochwertige Blogartikel, die langfristig wirken und echten Mehrwert bieten. Instagram und LinkedIn bleiben ein Resonanzraum, doch mein Herz schlägt für Inhalte, die bleiben - hochwertig, differenziert und gut auffindbar.

4.2 So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten:

2026 kannst du mit mir auf unterschiedliche Weise zusammenarbeiten - je nachdem, ob du dir einen klaren nächsten Schritt, einen intensiveren gemeinsamen Prozess oder einen tragenden Raum in einer Gruppe von Gleichgesinnten über mehrere Wochen oder Monate wünschst. 

Alle aktuellen Angebote (Einzelbegleitung oder Gruppenformate mit begleitenden Modulen zur Wissensvermittlung und Reflexion) findest du übersichtlich auf meiner Angebotsseite - dort kannst du direkt schauen, was dich anspricht und wie du vielleicht einsteigen möchtest.

4.3 Weitere Meilensteine für 2026:

  1. Ich werde einen Newsletter aufsetzen und Blogartikel schreiben.
  2. Außerdem kannst du dich auf einen Online-Kongress mit vielen Impulsen und Einsichten rund um die Themen Hochbegabung und Neurodivergenz freuen, der voraussichtlich im Juni stattfindet.
  3. Gegen Ende des Jahres oder Anfang 2027 plane ich eine Zusatzausbildung für Coaches, die ihre Kompetenzen in der traumasensiblen Begleitung von Neurodivergenz vertiefen möchten. Wenn dich das interessiert, melde dich gern - dann setze ich dich für weitere Informationen auf die Warteliste.
Meilensteine sind Orientierungspunkte

Meilensteine können wie Leuchttürme oder Anker wirken, an die wir uns in stürmischen Zeiten erinnern können. 

 Mein Motto für 2026?

Das will erst noch im Laufe dieser Woche "geboren" werden... Darüber mehr in meinen nächsten Blogartikel! Übrigens eine hervorragende Möglichkeit, sich zu Jahresbeginn klar auszurichten! Aber ein Satz kam mir schon einmal spontan:

„Die einzige Sicherheit im Leben ist Veränderung.“

2025 war Veränderung nicht nur ein Tagtraum, sondern wurde zu einer gelebten Realität: Neugründung, Ideen und neue Formate nahmen Gestalt an. Und manchmal kommt es anders als man denkt und sich wünscht. Auch Unvorhersehbares und Unbequemes wollte gemeistert werden - und unterwegs habe ich gelernt, dass Vertrauen und Loslassen manchmal Türen öffnet. 

Insbesondere eine gute emotionale Selbstfürsorge schafft in bewegten oder gar stürmischen Zeiten Vertrauen in den Fluss des Lebens. Diese Weisheit erinnert mich daran, flexibel zu bleiben wenn Pläne wackeln und mich an dem zu orientieren, was bleibt: an meinen Visionen, Werten und meiner eigenen Wahrheit.

Die Verbindung mit der Erde bringt unser Nervensystem zur Ruhe

Und nicht erst, wenn nichts mehr geht: auch einmal niederstrecken und loslassen... Mutter Erde trägt uns immer, auch wenn wir gerade nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht!

Ich wünsche Dir ein wundervolles Jahr 2026!

Herzlich, Hanna

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4 Kommentare

Uwe Jaschke, Pfarrer und Personalberater im Institut für Aus- Fort und Weiterbildung der EKvW
Uwe Jaschke, Pfarrer und Personalberater im Institut für Aus- Fort und Weiterbildung der EKvW
Das Thema Neurodivergenz begegnet mir in meinem beruflichen Alltag als Personalberater in Einzelberatungen und im Kontakt zu Personalverantwortlichen immer häufiger. Ich sehe in Deiner Arbeit, liebe Hanna, eine große Relevanz und Chance für die Betroffenen, aber auch für Unternehmen, Institutionen und unsere Gesellschaft, die Talente und Potentiale neurodivergenter Menschen zu heben und in stimmiger Weise zu integrieren. Dazu gehört für mich in besonderer Weise die Schulung von Personalverantwortlichen, Therapeut*innen und Berater*innen. Ich freue mich, dass Du auf Deiner Reise, Deine Talente und Präferenzen aber auch Deine Werte und Deine Spiritualität in so wunderbarer Weise mit Deiner Expertise und Fachlichkeit verknüpfen kannst. Alles Gute und viel Freude für all das, was Du an kreativen, innovativen Angeboten und Projekten in diesem Jahr vorhast. Danke für das, was Du in die Welt bringst!
Dr. Hanna Steffen
Dr. Hanna Steffen
Lieber Uwe,
ich danke dir von Herzen für diesen ermutigenden Kommentar. Deine Wertschätzung und dein weiter Blick tun gut. Ich erlebe es ähnlich: Das Thema Neurodivergenz kommt gerade mitten in der Gesellschaft an!

Dein Hinweis auf die Schulung von Personalverantwortlichen, Therapeutinnen und Beraterinnen ist für mich sehr bedeutsam. Genau dort können Weichen neu gestellt werden, das es einen Unterschied macht. Und daraus bahnt sich auch ein nächster Schritt an: Wissen über neurodivergente Phänomene sowie Bewusstsein und Verständnis für die Herausforderungen und Potenziale neurodivergenter Menschen so zu vermitteln, dass es in Weiterbildungskontexten wirklich ankommt.

Es fühlt sich natürlich auch auf der persönlichen Ebene schön an, diesen Weg so begleitet zu wissen. Danke, dass du mich auf diesem Weg so aufmerksam begleitest und mir Mut zusprichst!
Simona
Simona
Liebe Hanna,
Danke für diesen Einblick in deine Gründungsgeschichte. Neben vielen wirklich konkreten Anregungen, die ich von der Beschreibung deines Weges mitnehme, fand ich auch die eingeflochtenen Zitate sehr inspirierend. Mein liebstes lautet: „Dem Gehenden schiebt sich der Boden unter die Füße.“ Das ist tatsächlich auch meine Erfahrung: Der Weg zeigt sich beim Machen, nicht beim Nachdenken an irgendeinem Schreibtisch. Dein Rückblick belegt das ganz wunderbar.
Ich wünsche dir, dass der Wind von 2026 dir günstig in die Segel bläst!
Simona
Dr. Hanna Steffen
Dr. Hanna Steffen
Liebe Simona,
von Herzen danke für deinen Kommentar. Du hast den Kern so schön getroffen: Der Weg zeigt sich in der Bewegung - und manchmal auch erst, wenn der Körper „Ja“ sagt. Gerade deshalb freue ich mich über deine Resonanz, weil du selbst im Verkörperungsfeld zu Hause bist und diese Erfahrung aus der Praxis kennst.

Danke für deine "Segel-Wünsche": ich nehme sie gern an. Und ich wünsche dir, dass dich die Winde in 2026 ebenso günstig begleiten!

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Dr. med. Hanna Steffen

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